▪ Neujahrsfeste im winterlichen Amdo

Losar Altar
Butterskulpturen
Gebetsfahnen

(10.02. - 26.02.08) 16 Tage

 

Diese Reise führt über Beijing zunächst in die chinesische Stadt Xining, die im so genannten Ganzu-Korridor liegt. Von dort aus - wo uns unser tibetisches Reisebüro in Empfang nimmt - fahren wir umgehend in das Gebiet der alten tibetischen Provinz Amdo, wo wir uns den ersten Teil der Reise aufhalten werden. Im zweiten Teil durchqueren wir - von Norden nach Süden fahrend - Teile der "wilden" alten tibetischen Provinz Kham, um schließlich wieder in von Chinesen besiedeltes Gebiet zu gelangen.

Wir werden auf dieser ungewöhnlichen und sehr intensiven Reise die unterschiedlichsten Losar-Feste und Zeremonien in großer Dichte erleben können.

Das Losar-Fest ist eines der wichtigsten Feste überhaupt in Tibet. Lo heißt auf Tibetisch Jahr und sar heißt neu. Losar wird von den tibetischen Buddhisten, Bönpos und den Anhängern der nichtbuddhistischen Religion gleichermaßen begangen. Wichtig ist auch der letzte Tag des alten Monats, an dem die Tibeter ihr Haus gründlich reinigen und abends die so genannte "Guthuk" zu sich nehmen, die Orakelsuppe, in der in Teigbällchen versteckt Symbole zu entdecken sind, die auf Ereignisse im neuen Jahr hindeuten.

Zu Losar bekommt das Haus einen frischen Anstrich, die Familie neue Kleider, Freunde und Verwandte werden reihum zu ausgedehnten Festmahlen eingeladen.

Jede Familie hat einen reich geschmückten Losaraltar, auf dem auf jeden Fall folgende Gegenstände stehen müssen: riesige, in Ölteig gebackene Krapfen, die "Amchok Kabse", ein trapezförmiges Holzgefäß, das mit Tsampa und Gerste gefüllt ist, ein Topf mit grünen Getreidekeimlingen, ein stilisierter Schafskopf, ein Glas mit Alkohol. Der erste Losartag wird immer ganz in der Familie verbracht. Der zweite Losartag ist religiösen Dingen gewidmet, große Thangkas (sakrale Stoffbilder) werden in den Klöstern ausgehängt, Cham-Tänze bewundert und an Klosterzeremonien teilgenommen. Am dritten Tag wird in der Öffentlichkeit gefeiert.

In Zentraltibet sind ausgedehnte religiöse Losarfeiern nicht gestattet. So ist es ein besonderes Erlebnis, diese in Amdo in ihrer ganzen Pracht und Vielfalt zu erfahren.

Die Reise wird geleitet von Herrn Puntsok Tsering, Düsseldorf

Tagesablauf:

1. Tag; Frankfurt- Beijing

2. Tag: Beijing, Besuch des tibetisch buddhistischen Lama Tempels und des Konfuzius Teehauses.

3. Tag: Flug nach Xining, der Hauptstadt der chinesischen Provinz Qinghai.

Besuch der Klosteruniversität Kumbum, dem Ort, an dem der große Gelehrte, Yogi und Reformator Je Tsongkhapa geboren worden sein soll.

4. Tag; Fahrt von Rebkong (2600m), das ca. 200 km südlich von Xining liegt und bekannt ist für seine vielen tibetischen Kunsthandwerkszentren.

5. Tag: Rebkong, Fahrt zum Guomar Kloster, wo an diesem Tag ein riesiger Gö-thang (ein 40 x 30 m großes Thangka) im Rahmen eines speziellen einmal im Jahr stattfindenden Klosterfestes ausgerollt wird.

6. Tag: Rebkong - Besuch des Sengeshang Klosters (bekannt für seine Thangkamalwerkstatt). Hier findet an diesem Tage das Neujahrsritual zum Vertreiben der Negativitäten statt, an dem das ganze Dorf mit großem Engagement teilnimmt.

7. Tag: Rebkong - Fahrt zum Kloster Niantok, in dem die Mönche mit großen Holzmasken und Kostümen Cham-Tänze (Mysterienspiele) aufführen.

8. Tag: Fahrt zum Labrang (2800m) durch fantastische Landschaft, die zunächst der des Grand Canyon gleicht und später durch dichten Wald führt. Zwischenstopp im tibetischen Dorf Shölpang, in dem der berühmte tibetische Künstler Gendün Chöpel geboren wurde, Besuch des Museums.

Besuch der großen Klosteruniversität Labrang Tashi Kyil. Übernachtung im Gästehaus des Panchen Lama.

8. Tag: Fahrt nach Dzoge(3400m), das tief im Nomadenland liegt.

9.Tag: Fahrt nach Ngawa( 3200m).

10. Tag Besuch des großen Gelugpa Klosters Kirti Gömpa und Teilnahme am tibetischen Neujahrsfest, das hier noch nach ganz alten Überlieferungen begangen wird. Neben dem Ausrollen eines großen Thangkas, kann man hier die philosophischen Debatten der Mönche miterleben.

Zusätzlich Fahrt zum Sai Gompa, einem Jonangpa Kloster.

11. Tag Chamtänze finden im Kirti Gönpa statt, evt. auch im Gomang Kloster, das ca. 20 Km entfernt liegt.

12. Tag Fahrt zum Nangshuk Kloster, dem größten Bön-Kloster Tibets. Evt. kann das so  genannte Nor Gamcher Fest miterlebt werden, bei dem die Mönche - Musikinstrumente spielend - das Klostergelände umwandeln. Zusätzlich Besuch eines weiteren Bön-Klosters.

13. Tag: Im Nangshuk Kloster kann die Zeremonie des Verbrennens von großen Tormas vor dem Schützertempel erlebt werden.

Nachmittag Fahrt zu heißen Quellen, an denen übernachtet wird.

14. Tag: Heute wird das tibetische Gebiet verlassen und es geht nach Chengdu, der Hauptstadt der Provinz Sichuan.

15. Tag: Flug Chengdu - Beijing

16. Tag: Beijing- Frankfurt


Reisepreis: 2,790 Euro (im Doppelzimmer, Einzelzimmer - 250 Euro Aufpreis- gibt es nur in den größeren Städten)  mindestens 8, höchstens 12 Teilnehmer.

Inklusive:
Vortreffen im Tibethaus Frankfurt mit Lichtbildvortrag, persönlicher Beratung und Beantwortung - möglichst - aller Fragen, internationale (Rail&Fly) und nationale Flüge, Transport vor Ort, in Tibet gibt es einen lokalen Führer. Übernachtungen in guten und atmosphärisch schönen Hotels in den Städten, alle Mahlzeiten, einfache Gästehäuser außerhalb. tibetisch/deutsche Reisebetreuung, ein Spezialitätenessen in Beijing, detaillierte Informationsmappe, Eintrittsgelder in den Klöstern.

Exklusive: Reiseversicherung. Visa Gebühr für China und Tibet, Airporttax, Gebühren für Fotografieren und Filmen in den Klöstern.