Kailash, Südseite
Beginn der Khora
Nordseite des Kailash

 

Kailash -

Über die alte Pilgerroute in West Nepal

Mit viel Zeit am Heiligen Berg

2. – 31.August 2008 

Der heilige Berg Kailash liegt im Westen Tibets auf dem höchstem Hochplateau der Erde, zwischen 5-6000 Metern, im Quellgebiet vier großer, mächtiger Ströme: Ganges, Indus, Sutley und Karnali (Brahmaputra). Er ragt als ein allein stehender schwarz-weißer gewaltiger Schneeberg aus der ariden Hochwüste hervor, fast wie eine Vision. In der Kosmologie Indiens und Tibets stellt er das Zentrum der Welt, gar die Achse des Universums dar. In der tantrischen Sichtweise dieser  Völker wird er auch als ein dreidimensionales Mandala begriffen, als ein überweltlicher konzentrischen Palast, bewohnt von hinduistischen oder buddhistischen Gottheiten. Die so genannte "Kora", die rituelle Umwandlung des Heiligen Berges in drei Tagen, gilt als Höhepunkt im Leben der Gläubigen. Die Besonderheit dieser Reise ist, dass wir vor der eigentlichen Umrundung drei Tage am Fuße des Heiligen Berges verweilen werden und dort auch einige Klöster besuchen werden.

1 Tag: Linienflug von Frankfurt nach Kathmandu

2.Tag: Ankunft in Kathmandu/Nepal. Einchecken im Hotel Vajra, Besuch von Svajambunath  und gemeinsames nepalesisches Abendessen

3.Tag: Ein Tag in Kathmandu zur Erledigung der letzten Einkäufe für die Reise und Besuch von Pashupatinath und Boudhnath. Abends nepalesisches Konzert.

4.Tag: Flug von Kathmandu nach Nepalgunj, das im westnepalischen Tiefland, nahe der indischen Grenze liegt.

 5.Tag: Flug von Nepalgunj nach Simikot (2800m)

Der Zeitpunkt des 50-minütigen Flugs ist abhängig von der Witterung, wir überfliegen einen 3800m hohen Pass und durch bewaldete, abgelegene Täler.

Je nach Ankunft in Simikot beginnen wir gleich mit der Trekkingtour, oder der Rest des Tages steht zur Akklimatisierung frei.

 
6. -11. Tag: Trekkingtour durch Humla nach Tibet:

Simikot ist die Distrikthauptstadt von Humla, dem „wilden Westen“ Nepals.

Unsere Trekkingroute ist ein Karawanenpfad, auf dem der Handel zwischen Nepal und Tibet abgewickelt wird. So werden uns Ziegen-, Jak-, und Schafherden begegnen, die Reis und Holz nach Tibet und Salz von Tibet nach Nepal bringen. Diese Route verläuft entlang des Karnali Flusses.

Ab jetzt sind wir bis zum Ende der Reise mit dem Zelt unterwegs, wir übernachten an Campingplätzen, die sowohl flachen Grund für die Zelte, als auch frisches Wasser für die Küche haben. Zu unserem festen nepalischen Team gehören ein Sirdhar, ein Koch und 2-3 Nepalis, die im Küchenzelt helfen.

Das Gepäck wird mit Pferden und Trägern transportiert, so dass wir nur das Tagesgepäck tragen. Wir wandern täglich ca.5-7 Stunden. 

Je näher wir an Tibet kommen umso höher wird es. In den ersten Tagen laufen wir zwischen 2400 und 3200 m. Am letzten Tag vor Tibet überqueren wir den Nagar La mit 4500 m.

Direkt hinter dem Pass haben wir einen ersten Blick auf das tibetische Hochland. Dann steigen wir hinab nach Hilsa, um über einer Stahlbrücke den Karnali zu überqueren und damit Tibet zu betreten.

An der Grenzstation Serra werden die nepalischen Träger verabschiedet, und wir reisen weiter mit einer tibetischen Mannschaft bestehend aus Fahrern und Guide, mit Jeeps und LKW nach Purang. (ca.1 Std.) Wir übernachten hier im Guesthouse.

 

12.Tag: Purang – Tirthapuri

Purang, (tib. Taklakot) ist die Grenzstadt in der die Handelsrouten von Tibet, Nepal und Indien sich treffen. Nach Erledigung der Einreiseformalitäten  fahren wir Richtung Thirtapuri, einem wichtigen Pilgerort in Westtibet. Dies ist ein langer Reisetag. Wir fahren um das Gurlamandatha Massiv und sehen hinter dem Pass das erste Mal den heiligen Berg Kailash, der hinter dem Mondsee Rakastal als Schneejuwel aus der Reihe des Transhimalaya Massives hervorragt.

In der Mittagpause werden wir die Milarepa Höhle in der Chiu Gompa besuchen. Dieses Kloster liegt zwischen den beiden Seen Rakastal und Manasarowar.

Am Abend schlagen wir die Zelte in Thirtapuri auf.
 

13.Tag:

Ruhetag in Thirtapuri. In der Nähe heißer Quellen am Sutlej Fluss liegen die Höhlen, in  denen Padmasambhava und seine Gefährtin Yeshe Tsogyel gelebt haben.

Thirtapuri ist ein poetischer und magischer Ort. Hier ist Gelegenheit für ein heißes Bad. Ein Pilgerweg führt rund um den Klosterberg.

14. Tag:  Fahrt nach Darchen 

15. - 17.Tag -  Zeit am Fuße des Berges:

Darchen ist das Basislager der Kailash Kora. Hier befindet sich die Kailash Klinik, die tibetische Medizin herstellt und tibetische Ärzte ausbildet. Dort gibt es inzwischen auch ein Guesthouse, in dem wir evt. wohnen können. Wir haben in diesen Tagen Zeit, um einige Klöster an der Südseite des Kailash zu besuchen, Wanderungen zu machen zu heiligen Orten. Es ist möglich, die Klöster Gyentak und Silung Gönpa zu besuchen, die beide am Beginn der Wegstrecke zur Inneren Khora liegen.

18.- 21. Tag:   Kailash Kora

Diese drei- viertägige Wanderung um den heiligen Berg auf einer Strecke von 55 km bildet das Herzstück der Reise.

Während der erste und dritte Tag leicht in flachen Tälern zu laufen sind, werden wir am zweiten Tag den Dölma La (TaraPass) mit 5800 m überqueren.
Von Darchen laufen oder fahren wir nach Darboche, wo ein Pfahl mit Gebetsfahnen zu
Ehren Buddhas steht. Dieser Ort ist der Eingang in den Kristallpalast der tausend Buddhas. Hinter Darboche ragt das Felsplateau des Luftbestattungsortes der 84 Mahasiddhas auf. Es gilt bei den Gläubigen als sehr verdienstvoll am Kailash bestattet zu sein. Dies ist der geeignete Ort für die Chöd Praxis, einer radikalen buddhistischen Meditationspraxis, die der Überwindung der eigenen tief sitzenden Ängste dient.

Der Weg führt westlich des Kailash durch ein sanftes Tal. Immer wenn der heilige Berg sich zeigt, wäre es eine Gelegenheit für Niederwerfungen.

Wir übernachten an der spektakulären Nordwand, dort, wo der Kailash zum Greifen nahe zu sein scheint. Wenn es die Gesundheit erlaubt, können wir hier einen Rasttag einlegen, da man vom Camp aus bis zum Gletscher der Nordseite laufen kann – was sehr beeindruckend ist.

Am nächsten Morgen beginnt der Aufstieg zum Dölma La (Pass). Der Weg führt in sanften Läufen langsam hoch. Wir kommen am Vajrayogini Friedhof vorbei, wo Pilger ein Kleidungsstück  oder einige Haare ablegen. Dies ist der Ort, wo der Pilger Altes zurückt lässt (in Gedanken und Ritualen), bevor er den Wandel/Neuanfang auf der Höhe des Passes erlebt. Der Dölma La ist der physische und spirituelle Höhepunkt der Reise, ein rauer Pass mit scharfen Winden und dichten "Wäldern" von Gebetsfahnen. Direkt dahinter beginnt der steile Abstieg, vorbei am Tuksche Tso. Es heißt, dass ein Bad in diesem See, das Karma aller Vorleben reinige. Aber Vorsicht, wir sind auf fast 5700 m Höhe, und das Wasser ist eiskalt. 

Wenn wir abends im östlichen Tal angelangt sind, wird das Camp aufgebaut. Dieses Tal ist Milarepa gewidmet, wir besuchen am letzten Tag der Kora seine Zauberhöhle und haben Gelegenheit für Niederwerfungen. An Ende dieses Tales öffnet sich wieder das Hochplateau mit Blick auf den Rakastal See. Hier holen uns die Jeeps ab und bringen uns zum Manasarowar See.

22. – 23. Tag: Manasarowar See

Rasttag und Camp am Ufer des Sees. Zeit um ein Bad im heiligen See zu nehmen, am Ufer zu wandern, ein Kloster zu besuchen, Wäsche zu waschen.

24.- 28.Tag:

Rückfahrt entlang der Nordseite des Himalaya nach Kathmandu.

Obwohl es lange Autofahrten sind, haben wir oft ein faszinierendes Panorama von der Weite des Hochplateaus sowie Mustang, Annapurna und dem Langtang Massiv. Die letzte Nacht auf dem Hochplateau werden wir am Paiku Tso verbringen, einem magisch anmutenden türkisfarbene See mit Blick auf den über 8000 m hohen Shisapangma.

Wir verlassen Tibet und fahren den „Friendship Highway“ via Nyalam hinunter durch spektakuläre V-förmige Täler mit rauschenden Wasserfällen zur nepalischen Grenze, die wir zu Fuß überqueren müssen. Erdrutsche können in dieser Gegend weitere Wanderungen notwendig machen. 

28. Tag Kathmandu

Letzter Tag in Kathmandu, Gelegenheit, im Hotel Vajra eine ayurvedische Massage zu genießen, letzte Einkäufe zu tätigen, oder die Königsstädte Patan oder Baktapur zu besuchen.

 

29.Tag: Rückflug Kathmandu - Frankfurt

 

 

Zum Programm:

 

Programm-, und Hoteländerungen sind ausdrücklich vorbehalten. Jede Expedition verläuft etwas anders. Aufgrund von Wettereinflüssen oder politischen Veränderungen können Ausflüge ausfallen oder ein anderer Reiseverlauf notwendig sein. Aber wir können teilweise den Tagesablauf selbst bestimmen und auf Wünsche der Gruppe eingehen. Unbedingte Voraussetzung für diese Reise ist eine gute körperliche und geistige Verfassung, Willenskraft, und Teamgeist.

Was ihnen vorher klar sein sollte: Eventuell auftretende Programmänderungen und die Organisation liegen in den Händen der  Behörden der Autonomen Region  Tibet. Obwohl Tibet für den Tourismus geöffnet ist, sind die touristischen Einrichtungen nicht immer zufrieden stellend. Der hohe Reisepreis resultiert aus dem enormen organisatorischen Aufwand der Reise. Es wird von den Teilnehmern Flexibilität und Toleranz erwartet.

Die Entlohnung dafür ist, dass man - egal ob man buddhistisch orientiert ist oder nicht - als ein veränderter Mensch nach Hause kommen wird. Diejenigen, die zum Kailash gereist sind, bestätigen, dass sie tiefe Eindrücke und Erlebnisse erfahren haben - die den weiteren Verlauf ihres Lebens mit beeinflusst haben.

Reisepreis: 4.450 Euro, Teilnehmerzahl: mindestens acht, höchstens zwölf.

 

Leistungen:

Inklusive: Flug: Frankfurt - Ktm - Frankfurt, Flug: Ktm - Simikoth, Transport in Tibet und Nepal, deutsche Reiseleitung, lokale Führer. Übernachtungen in Katmandu im Hotel Vajra (Doppelzimmer) mit nepalesischer/tibetischer Atmosphäre, mit Frühstück. Auf der Reise: Vollpension, Zeltübernachtung, manchmal(sehr) einfache Gästehäuser.

Vortreffen in Frankfurt im Tibethaus, Beantwortung möglichst aller Fragen. Möglichkeit von Vorträgen und gemeinsamen Meditationen auf der Reise.

Die Reiseabwicklung (inklusive Reisesicherungsscheine) erfolgt über Neue Wege Reise, unserer Partnerorganisation.

Exklusive: Reiseversicherung, Airporttax in Nepal. Visa Gebühr für Tibet. Eintrittsgelder

in den Klöstern.

 

Reiseleitung:

Minka Hauschild

Studium/Beruf: Ich bin 1962 geboren, habe an der Kunstakademie Düsseldorf freie Kunst und Malerei studiert, zeitgleich die Ausbildung zum Yogalehrer BDY  absolviert. Selbstständig übe ich beide Berufe aus. Künstlerisch bin ich als Malerin und Fotografin aktiv.

Der heilige Berg: Das eigentliche Pilgern zum Kailash besteht in der Begegnung und Herausforderungen der machtvollen Natur. Sechsmal habe ich bisher den heiligen Berg umrundet.

Arbeitsheft: Ich habe ein Heft zusammengestellt mit Texten, die für diese Pilgerreise relevant sind.