Das winterliche Lhasa
Tsongkhapa und seine beiden Hauptschüler

▪ Das winterliche Lhasa (Reise Nr. 0908)

 
Goldene Dächer, Butterlampen und Schnee auf dem Hügeln.....

 

15. November bis ca. 2. Dezember 2008

 

Zentraltibet mit Ganden Nyachö Fest, dem „Lichterfest“ zu Ehren des Reformators Je Tsongkhapa.

Die Winter in Tibet sind kalt, sonnig und die Luft ist klar. Unserer Erfahrung nach haben diese Reisen ihren eigenen Charakter. Sie sind noch intensiver. Wir werden eine Woche in Lhasa bleiben und von dort aus die Wirkungsstätten der alten Kadampas, von Je Tsongkhapa und seinen Nachfolgern besuchen wie Drepung, Ganden und Sera, aber auch das Kloster Sangphu, Ratö und die Einsiedeleien Ratsa Ritrö und Tashi Chöling und einige Meditationshöhlen. Wichtig sind uns auch die Koras, die Umwandlungen der Klöster und Stupas, die eine ganz besondere Form der "Verinnerlichung" ermöglichen. Wir werden eine kleine Rundfahrt unternehmen zur alten Stadt Gyantse und nach Shigatse mit dem Tashi Lumpo Kloster, dem traditionellen Sitz der Panchen Lamas.

Die Reisezeit fällt zusammen mit dem Ganden Nyachö Fest, dem Lichterfest, zu dem die Tibeter Butterlampen in die Fenster stellen und in den Klöstern Feierlichkeiten stattfinden. Deshalb ist unser Reiseablauf auch ein vorläufiger, weil man oft erst vor Ort erfährt, welches Kloster in diesem Jahr seine Zeremonien durchführt.

Unsere Reise wird über Beijing führen, wo wir auch tibetisch buddhistische Tempel anschauen werden und in einem alten chinesischen Hofhaus, das zum Hotel umgebaut worden ist, wohnen werden.

 

Reisepreis: 2.590 Euro (im Doppelzimmer. Einzelzimmer - Mehrpreis! - gibt es nur in den größeren Städten)  mindestens 8, höchstens 12 Teilnehmer.

Inklusive:
Vortreffen im Tibethaus Frankfurt mit Lichtbildvortrag, persönlicher Beratung und Beantwortung - möglichst - aller Fragen, internationale (Rail&Fly) und nationale Flüge, Transport vor Ort, in Tibet gibt es einen lokalen Führer. Übernachtungen in guten und atmosphärisch schönen Hotels in den Städten, alle Mahlzeiten, einfache Gästehäuser außerhalb. tibetisch/deutsche Reisebetreuung/Reiseleitung, ein Spezialitätenessen in Beijing, detaillierte Informationsmappe, Eintrittsgelder in den Klöstern.

Exklusive: Reiseversicherung. Visa Gebühr für China und Tibet, Airporttax, Gebühren für Fotografieren und Filmen in den Klöstern.

 

 

Reise-Beschreibung:

1. Tag

Abflug von Frankfurt nach Chengdu ca. 8 Stunden

2. Tag Ankunft in Lhasa

Flug von Chengdu nach Lhasa, ca. 2 Std

Begrüßungszeremonie im Hotel, mit traditioneller Musik, dann Ausruhen.

Wir werden ein Hotel in oder am Rande der Altstadt von Lhasa beziehen und auch den unerhörten Luxus eines beheizten Zimmers haben.
3. Tag vormittags

Jokhang (Tsuglhakhang) Stadttempel in der Altstadt,

Der Jokhang-Palast gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Für die Tibeter gilt er als wichtigster Tempel, zu dem man nach Möglichkeit mindestens einmal im Leben gepilgert sein sollte. Der Kernbau der großen Tempelanlage wurde im Jahre 639 errichtet. Später wurde er wiederholt ausgebaut und diente auch als Regierungs - Verwaltungsgebäude. Er bedeckt nun eine Fläche von mehr als 25.100 m². Im Haupttempel gibt es die Kapelle der berühmten Statue des Jowo Rinpoche.
Anschließend Besuch einer buddhistischen Waschungszeremonie im Jamkhang, dem Tempel des Maitreya, an der wir auch teilnehmen können.
Altstadt von Lhasa mit Jokhang (Tsuglhankhang) und Barkor, dem mittleren Umwandlungsweg.
3. Tag nachmittags,
Altstadt von Lhasa, langsame Spaziergänge durch die engen Gassen der Altstadt, Verbrennen von Weihrauch und einfach nur sitzen!
4. Tag         vormittags

Potala Palast
Der Potala-Palast war der Sitz der Regierung Tibets und die offizielle Residenz des Dalai Lama, des tibetischen geistlichen und weltlichen Staatsoberhauptes, bis zu dessen Flucht aus Tibet im Jahr 1959. Der riesige Palast liegt auf dem Berg Mar-po-ri (Roter Berg), der sich 130 Meter über die tibetische Hauptstadt Lhasa erhebt. Der Potala-Palast ist nach der Überlieferung des tibetischen Buddhismus Sitz des Bodhisattva Avalokitesvara. Da die Dalai Lamas als Verkörperung Avalokitesvaras gelten, und Avalokitesvara als Schutzgottheit Tibets angesehen wird, wurde der Palast von Beginn an nach diesem mythologischen Palast benannt.
Der erste Palastbau wurde im Jahr 637 von Songtsen Gampo angelegt. Im 17. Jahrhundert wurde dieser in den Bau einer größeren Anlage integriert. Die Konstruktion des ersten Teil des heutigen Palastes, der Potrang Karpo (Weiße Palast), wurde im Jahr 1648 unter der Herrschaft des 5. Dalai Lama abgeschlossen, der Potrang Marpo (Rote Palast) wurde erst 1694 nach dessen Tod fertiggestellt. Die letzte größere Veränderung fand im Jahr 1922 statt, unter dem 13. Dalai Lama wurden mehrere Räume renoviert und dem Roten Palast noch zwei weitere Stockwerke hinzugefügt.
Lukhang   
(Tempel der Nagas hinter dem Potala-Berg),
Der Tempel der „Lu’s“, der Nagas (Schlangengötter) wird Lukhang genannt. Aus dichtem Astwerk ragt er auf einer Insel im See gleich hinter dem Potala−Palast empor. Im ersten Stock gibt es fantastische Dzogchen Malereien.

Siehe auch den tollen Bildband:  The Dalai Lama's Secret Temple: Tantric Wall Paintings from Tibet, von Ian Baker, bei Amazon zu bestellen!
4. Tag         nachmittags,
Sera Das Sera-Kloster ist eines der „drei großen Klöster Lhasas“ und liegt am Fuß des Bergs Sera Wuze in der nördlichen Vorstadt von Lhasa. Das Sera-Kloster wurde von Tsongkapas Schüler, Sagya Yesches im Jahr 1419 gegründet.
5. Tag vormittags
Drepung Kloster (6 km von Lhasa)
Drepung (das bedeutet übersetzt „Reishaufen“, was sich auf den Anblick von weiten bezieht, da man viele kleine „weiße Häufchen“, das sind die weißen Häuser der Mönche, sehen kann) wurde 1416 von Jamyang Choje Tashi Palden  – einem Schüler des Tsongkhapa, dem Bewegbereiter des Gelug-Ordens – gegründet.
Ehemalige Residenz der Dalai Lamas (vor der Übersiedlung in den Potala-Palast)
Das Kloster zählte vor der Invasion der chinesischen Chinesen mehr als 10.000 Mönche und war damit das größte Kloster Tibets.
Im Drepung ist mittlerweile wieder eine beschränkte Zahl von Mönchen ansässig.
Danach Nechung (Staats-Orakeltempel),
Nechung Pekar (tibetisch dPe’ kar), auch Pehar genannt, ist der Name einer Schutzgottheit der Lehren Buddhas (Dharmapala), die im Rahmen des tibetischen Buddhismus verehrt wird. Pekar ist auch unter den Namen Thrinley Gyalpo oder als Nechung-Gottheit bekannt. Die Verehrung Pekars geht auf das 9. Jahrhundert zurück, als Pekar, ursprünglich eine Gottheit der nicht buddhistischen Meditationsschule von Bhata Hor (Mongolei), durch den großen tantrischen Meister Padmasambhava als Schützer der Lehren Buddhas unter Eid genommen wurde. Die Gottheit Pekar soll sich regelmäßig eines Mediums bedienen, um wichtige Fragen des Dalai Lama im Zusammenhang mit der tibetischen Exilregierung zu beantworten. Der als Medium dienende Mönch hat daher größtes Ansehen im Gelug-Orden.
Aufgrund seiner häufigen, sehr Kräftezehrenden Orakel-Trancen, hat dieser in aller Regel nur eine geringe Lebenserwartung. Das Nechung-Orakel ist heutzutage noch immer wichtigstes Staatsorakel der tibetischen Exilregierung und des Dalai Lama. Das Nechung Kloster verfügt über beeindruckende tantrische Wandmalereien.
6. Tag
Pabhong Kha Kloster
, Das Kloster ist eines der ältesten in Tibet und verfügt über eine ungewöhnliche Architektur, da der Haupttempel Halbkreisförmig auf einem Hügel angelegt ist, der oberhalb des Lhasa Tales liegt, ca. 8 Km von Lhasa entfernt.
Hier befindet sich auch der berühmteste Luftbestattungsort der Stadt Lhasa.Wilde Landschaft und wunderbarer Blick auf's Lhasatal. Danach, kleine Wanderung.
Der berühmte Meister Pabongka Rinpoche (1878-1941), Jampa Tenzin Trinlae Gyatso, gilt als die Wiedergeburt des Abtes des Klosters. Seine Werke können in dem Buch “Die Drei Hauptaspekte des Pfades” und in dem Text “Befreiung in unseren Händen” nachgelesen werden. Pabongka Rinpoche wurde im Norden von Zentraltibet geboren und betrat bereits in  jungen Jahren das Kloster Sera Mey. Unter der Leitung von Jaba Sonpo Rinpoche absolvierte er sein Geshe-Studium und wurde einer der berühmtesten  - allerdings auch umstrittensten - Gelehrten Tibets. Dies verursachte viel Eifersucht, dennoch wurde er als der Beste dieser Zeit betrachtet.
Wanderung zur Klostereinsiedelei Tashi Chöling und zu oberhalb davon gelegenen Meditationshöhlen möglich.
7. Tag
von Lhasa aus, Ausflug zum Ganden Kloster   (ca. 45 Km von Lhasa entfernt),
Der Ganden-Tempel liegt östlich von Lhasa in der Kreisstadt Dagze. Er gehört zu den drei größten Tempeln Tibets und ist einer der sechs wichtigsten Tempel der Gelben Sekte. Der Name Ganden bedeutet “nach Glück strebend und genügsam”. Der Bau der Klosteranlage wurde Anfang des 15, Jh, von Schülern von Tsongkapa, dem Wegbereiter der Gelupa veranlasst. Der einst wunderschöne am Hang liegende Komplex wurde während der chinesischen Kulturrevolution beinahe komplett zerstört. Von den einst 200 Gebäuden sind seit den 80er Jahren aber nahezu 100 wieder originalgetreu rekonstruiert worden. Der Klosterkomplex kann heute wieder besichtigt werden; die noch verbliebenen Ruinen werden als Mahnmal angesehen.
Danach evtl. Blindenschule besuchen. siehe:  www.braillewithoutborders.org
8. Tag

Lingkor, der äußere Umwandlungsweg kann begangen werden mit vielen kleinen Klöstern und heiligen Plätzen.
Nachmittags: Mentse Khang ist tibetische Medizin Klinik und Astrologie Zentrum.  Hier kann man kurz Vortrag über tibetische Medizin anhören und eine kleine Ausstellung besichtigen kostet (3 EU)
Abschiedsritual, Anzünden von Butterlampen und Abschiedsessen
9. Tag
Lhasa - Samye

von Lhasa aus, Beginn der Rundreise:

Samye ist das älteste tibetische Kloster. Es wurde in 8 Jahrhunder gebaut. Bevor man in Samye ankommt, man soll mit Baot über Yarlung Sangpo (Yarlung Fluss) fahren Es ist sehr romantisch. Übernachtung im einfachen Gusthous in Samye. (Samye Gasthaus)
10. Tag
Samye- Gyantse,

Je nach Zustand der Pässe führt die Reise über die Südroute, also am Yamdrok Tso, dem Türkissee, vorbei oder über die Nordroute.

Nachmittags Ankunft in Gyantse.
11. Tag:
Gyantse

Gyantse ist die drittgrößte Stadt Tibets.
Ausgedehnter Besuch des Gyantse Kumbum mit seinen 68 Kapellen, in denen unversehrte Wandmalereien aus dem 14. Jh. sind, dem Haupttempel Palkhor Chöde und der ursprünglichen Altstadt. Besonders interessant, neben dem Kumbum selbst, auch die beeindruckende Bergfestung und die große Mauer über dem Tempel.
12. Tag
Gyantse- Shigatse

über das Kloster Shalu mit den ältesten Wandmalereien geht es nach Shigatse
SHALU - Zentrum der Tranceläufer: Das Kloster Shalu wurde schon im 11. Jahrhundert während der von Westtibet ausgehenden Renaissance des Buddhismus von einem
Adelsgeschlecht gegründet. Später war Shalu abhängig vom mächtigen Sakya. 1045 verbrachte Atisha, der große Meister aus Bengalen, drei Monate in Shalu. 1320 kam Butön (1290-1364), einer der größten tibetischen Schriftgelehrten. Er war verantwortlich für die künstlerische Ausgestaltung der vier Kapellen im Obergeschoß. Er sammelte alle tibetischen Übersetzungen der indischen Kommentare zu Buddhas
13. Tag
Shigatse – Lhasa

Morgens Khora - Umwandlung des Klosters  Tashi Lumpo in Shigatse -

Danach Besuch des Klosters.
Tashi Lumpo, der "Berg des Glücks", das Klosters des Panchen-Lama, eines von wenigen, die unversehrt blieben.

Rückfahrt nach Lhasa, über die schnellere Nordroute (ca. 4 Stunden).
14. Tag
Lhasa Altstadt / Einkaufen, Abschiedsessen.
Abschiedsritual vor dem Jokhang Tempel, Anzünden von Butterlampen
15. Tag  Flug Lhasa- Chengdu.
16. Tag  Rückflug   Chengdu - Frankfurt