Der Südosten Tibet 03.10- 22.10.2008


Diese Reise bietet innerhalb von knapp drei Wochen sehr viel: Wir werden die atemberaubenden und abwechslungsreichen tibetischen Landschaften Khams, desKongpos und Zentraltibets bereisen, bekannte und seltene Klöster besuchen und an mächtigen Schneebergen vorbeifahren. Da die Reise im Oktober stattfindet, wird die Chance groß sein, dass wir die Schneeberge unverhüllt ganz nah erfahren können. Das Wetter wird auf dem tibetischen Hochplateau kalt und sonnig sein.                                                                         
Unsere Reise wird in Beijing beginnen, wo wir auch einen tibetisch buddhistischen Tempel anschauen werden und in einem alten chinesischen Hofhaus, das zum Hotel umgebaut worden ist, wohnen werden. Von dort aus fliegen wir nach Kunming, der Hauptstadt der südwestlichen Provinz Yunnan. Wir fahren von Kunming über das landschaftlich wunderschön am Erhai See gelegene Dali und gelangen 200 km weiter nördlich schon in tibetisches Kulturgebiet.
Dann beginnt es abenteuerlich zu werden. Die Reise führt u.a. vorbei an wichtigen Heiligen Bergen Tibets: Am Kawa Karpo, am Namchakbawa, am Nödschin Kangtsak. Wir bewegen uns teilweise an der burmesischen und indischen Grenze entlang und fahren durch Südosttibet auf selten von Touristen besuchten Pfaden.                                           
In Lhasa angekommen werden wir am Rande der tibetischen Altstadt wohnen. Wir besuchen das Hauptheiligtum der Tibeter, den Jokhang Tempel, den Barkhor, den mittleren Umwandlungsweg, der von Pilgern aus allen Landesteilen begangen wird, einige kleine, versteckt liegende Tempel, zu denen nur die Tibeter gehen. Abschließend werden wir noch eine kleine Rundreise über Samye, Gyantse und Shigatse unternehmen, um die allerwichtigsten Stätten Zentraltibets zu besuchen. Es geht zurück mit dem Flugzeug nach Beijing über Chengdu.

Zentraltibet
Drobdob
Ani-la in Osttibet

Diese Reise wird von Herrn Puntsok Tsering geleitet.

3.10.   1. Tag: Frankfurt- Beijing

4.10.   2. Tag: Beijing
Übernachtung im Bambu Garden Guesthouse (falls möglich, ist oft ausgebucht). Besuch des Lamatempels Yonghe Gong; er gehört der Gelugpa Schulrichtung an. Er wurde 1694 erbaut und diente Yongzhen als Residenz, bevor er den Kaiserthron bestieg. In der Nordanlage befindet sich eine drei Etagen hohe Halle, wo eine geschnitzte Kolossalfigur des Maitreya-Buddhas steht.

Es gibt auch eine historisch und politisch sehr interessante Ausstellung über die Dalai Lamas und Panchen Lamas (...aus chinesischer Sicht)
Weitere Sehenswürdigkeiten in Beijing: Verbotene Stadt,  Hutongs - die traditionellen Hofhäuser, die in engen Gassen liegen  |  Das Tor des Himmlischen Friedens  | traditionelles Pekingentenrestaurant in der Altstadt (u.v.m.)
5.10..    3. Tag: Kunming
Flug nach Kunming. Ankunft in der Hauptstadt der multiethnischen Provinz  Yunnan, deren Name "Südliches Wolkenland" bedeutet. Empfang in Kunming und Transfer zum Hotel und dann Freizeit.
Nach Wunsch Besuch eines der berühmten Nudelrestaurants.
6.10.   4. Tag: Kunming - Dali
Frühmorgens Weiterfahrt nach Dali. Besuch der Wildganspagode. Am Erhai-See, dem Zentrum des alten buddhistischen Nanzhao Königreiches (748-902)
7.10.   5. Tag: Dali- Gyalthang (Zhongdian)
Fahrt von Dali aus nach Norden zum Shibaoshan Gebirge (oder Stein Schatz Berge) im Jianchuan Kreis. Besuch der ca. 1300 Jahre alten buddhistischen Grotten von Shibaoshan mit historisch und künstlerisch wertvollen Steinreliefs (aus dem Nanzhao Königreich). Sie liegen ca. 130 Kilometer oder 3 h nördlich von Dali an der Yunnan - Tibet Straße im Jianchuang Kreis.
Sideng Dorf im Jianchuan Kreis
Wenn noch Zeit ist: Besuch des alten Bai-Dorfes Sideng. Es liegt in der unmittelbaren Nachbarschaft von Shibaoshan und war einst eine blühende Stadt an der ehemaligen südlichen chinesischen Seidenstraße, die China mit Südost- und Westasien verband. Traditionelle Bai Häuser . Der alte buddhistische Xingjiao Buddhist Tempel sowie das hölzerne Theater sind sehenswert. Das Dorf Sideng wurde im Jahre 2001 vom "World Monumental Construction Fund" gewürdigt.
Abends erreichen wir Gyalthang, das inzwischen von den Chinesischen (bzw. der Tourismusbehörde) zum Shangrila erkoren worden ist. Nichtsdestotrotz ist es eine wunderschöne tibetische Landschaft, die nicht zu unrecht Gyalthang "Königliche Ebene" heißt. 
8.10.   6. Tag: Gyalthang (chines. Zhongdian) 3400 Höhenmeter, Zunächst besuchen wir die große Sungtseling Klosteranlage der Gelugpa Traditon, insbesondere statten wir dem Dagyab Khantsen einen Besuch ab (Tempel des Leiters des Tibethauses in Frankfurt, Dagyab Rinpoche). Der vor 300 Jahren vom fünften Dalai Lama gegründete Klosterkomplex beherbergte noch 1958 rund 1300 Mönche. Nachmittags fahren wir zum abgelegenen Tempel Da Bao Si, dort unternehmen wir eine kurze Wanderung.
9.10.   7. Tag: Gyalthang - Dechen (3400 m)
Auf dem Weg machen wir mittags Rast am Kloster Ganden Dondrubling, das sehr malerisch auf einem Bergrücken liegt (übrigens das Ursprungskloster des aktuellen tibetischen Ministerpräsidenten der Exilregierung  ist, Samdong Rinpoche). Die Fahrt führt durch ein tektonisch hoch interessantes Gebiet. In ca. 30 km Abstand voneinander verlaufen über mehrere 100 km drei der größten asiatischen Flüsse parallel. Die Straße schraubt sich zwischen tiefen Schluchten und hohen Pässen hin und her.

Wenn wir Glück haben, sehen wir auf der linken Seite die ersten imponierenden Schneeberge. Abends Ankunft in Dechen ("Große Freude").  Dechen ist der Ausgangspunkt zum traditionellen rund 12 Tage dauernden Pilgerweg rund um den heiligen Berg Kawa Karpo. (siehe: Publikationen von Dr. Katia Buffetrille, Uni Paris)
10.10.   8. Tag: Dechen - Markhang
Kurz hinter Dechen zunächst Halt am kleinen Kloster Namkhai Tashi Lhakang, von dem man einen grandiosen Blick auf die Schneebergkette hat.

Markham ist ein kleines "Straßendorfähnliche" Städtchen, ein Marktflecken im Nomaden- und Bauernland. Heute überschreiten wir die "Grenze" zwischen Yunnan und der Autonomen Region Tibet. Es gibt sogar einen Schlagbaum!

Ab jetzt ist das besondere Tibet-China-Permit nötig.
11.10.  9. Tag: Markhang - Pema (3180 m)
Hier liegt die Wasserscheide zwischen dem Brahmaputra und Salween Fluss. Die Landschaft ist atemberaubend schön. Es gibt Seen, Hamlock Tannen. Der Stil der Klöster erinnert sehr an den bhutanesischen. Wir bewegen uns nah an der burmesischen und indischen Grenze. Südlich der Straße liegt das Sagenumwobene Gebiet von Pemakö, das man nur unter Schwierigkeiten zu Fuß erreichen kann. (siehe auch Ian Baker: Das Herz der Welt. Eine Reise zum letzten verborgenen Ort)
12.10.  10. Tag: Pema -  Tangme (Bezirk Pome)
Die Fahrt führt zunächst nach Tramok, dort können wir das Nyingmapa Kloster Drondon Gömpa besuchen. Weiter  geht es durch Schluchten, voller Wasserfälle. Es ist ein subtropisches, bewaldetes Gebiet, hier haben viele Legenden, die sich um Padmasambhava ranken, ihren Ursprung. Wir übernachten in Tangme. Ganz in der Nähe befindet sich der 7756 m hohe Schneeberg Namchak Bawa und der 7150 m hohe Mount Gyala Pelri.
13.10. 11. Tag: Pome - Nyingtri (eigentlich: Nyantri geschrieben).
Hier gibt es einen über 2000 Jahre alten heiligen Wacholderbaum, sowie den Bönri, den verehrtesten Berg der Bönpos, den die Pilger an einem halben Tag umrunden. Es besteht die Möglichkeit, das älteste Kloster der Gegend, das Buchu Tergyi Gönpa mit seinem goldenen Dach, zu besuchen.
14.10.  12. Tag: Nyingtri - Lhasa
Die Fahrt geht weiter durch die grässliche Chinesenstadt Bayi, die ursprünglich ein Militärlager war. Es geht das Gerücht, dass diese Stadt demnächst die neue Hauptstadt der Autonomen Region Tibet sein wird. Ein Flughafen ist in ihrer Nähe schon gebaut worden. Wir passieren den Ort Medro Gungkar, haben die Möglichkeit, das uralte kleine Kloster Uru Katsel zu besuchen, das ursprünglich zur Zeit des Dharmakönigs Tsongtsen Gampo errichtet worden ist und über eine eigenwillige Architektur verfügt, die - wie die Tibeter sagen - an den Rücken einer Schildkröte erinnert. Im Innern des Haupttempels befindet sich ein Haus der Lu's (Nagas). Abends kommen wir in Lhasa an. Welcome Zeremonie im Hotel.
15.10. 13. Tag: Lhasa,
Wir besuchen den Jokhang Tempel, und das Meru Ningba Kloster, die Sera Klosteruniversität. In Meru ning Ba sehen wir eine rituelle Waschungszeremonie, das Meru Ningba Kloster ist der Sitz des Staatsorakels. Es wird hauptsächlich nur von Tibetern besucht. Dann können wir gleichzeitig die Altstadt und Barkhor Umrundung machen. Danach besichtigen wir den Jokhang Tempel, Jokhang oder das Hause des Jowo Rinpoches, das Tempel wurde in 7. Jahr. H. von tibetischen König Songtsen Gampo mit Hilfe von seiner  nepalischen Gattin gebaut. König Songtsen Gampo hatte Tibet politische geeinigt, hatte buddhistische Texte aus Indien nach Tibet holen lassen, Schülern nach Indien geschickt dort zu studiern. Nach tibetischen buddhistischen Glauben, gilt er als Verkörperung des mitfühlenden Gottes Avalokiteshvara. Besuch der Sera Klosteruniverstät.
16.10. 14. Tag: Lhasa
Wir besuchen den Potala Palast, Lukhang, Mentse Khang (Tibetische Naturheilkunde- Klinik und Astrologie Zentrum)
Potala ist ein Sanskrit Begriff, der Bereich des Chenresig (Ski. Avalokitrishovara) heißt Potala, der Palast wurde ursprünglich im 7. Jhr. gebaut, aus dieser Zeit existieren nur noch zwei Kapellen. Den gesamten Gebäudekomplex, den wir jetzt sehen, wurde erst in 17 Jh. zur Zeit des 5. Dalai Lama angefangen zu bauen. Danach Besuch des Lukhangs (Das Haus der Naga-Schlangengottheiten). Dieser liegt unmittelbar hinter dem Potala Palast auf einer kleinen Insel, er wurde auf Veranlassung des 7. Dalai Lama gebaut. Im Lukhang befindet sich vollständig erhaltene Dzogchen Wandmalereien. Die einzigen, die in Tibet über Dzogchen erhalten geblieben sind. (Siehe: The Dalai Lama's Secret Temple: Tantric Wall Paintings from Tibet, von Ian Baker)
17.10. 15. Tag: Lhasa - Samye   
Wir fahren an den breiten, träge dahin fließenden Yarlung Tsangpo Fluss und setzen mit der Fähre über den Fluss über. Von dort aus gelangen wir zu Tibets erstem Kloster Samye. Samye wurde von Dharma König Tritsong Detsen mit der Hilfe von Guru Rinpoche (Padma Sambava) und Chandarakshita  in 8. Jh. gebaut. Der Baustil des Klosters besteht aus drei unterschiedlichen, das untere Stockwerk ist Tibetisch, das mittlere Chinesisch. Die gesamte Anlage ist wie ein Mandala oder die buddhistische Darstellung des Universums gebaut worden. Es ist sehr romantisch, wenn man eine Nacht in Sayme übernachtet. Es ist sehr ruhig, in der Nacht kann man sehr gut die Sterne beobachten.
18.10. 16. Tag: Samye - Gyantse
Wir fahren am Yamdruk Tso (Türkis-See) vorbei, Wenn man auf den Gapa-la Pass (4500m) steht, hat man einen unvergesslichen Blick auf den Yamdruk Tso und den dahinter liegenden Nöchen Gangsang Schneeberg. Wir fahren später auch ummittelbar am Fuße des Schneebergs vorbei und erleben seine Schönheit.

In Gyantse können wir noch den sehr tibetischen Stadtcharakter sehen und erleben. Ausgedehnter Besuch des Gyantse Kumbum mit seinen 68 Kapellen, in denen unversehrte Wandmalereien aus dem 14. Jh. sind, dem Haupttempel Pelkhor Chöde und der ursprünglichen Altstadt. Besonders interessant, neben dem Kumbum selbst, auch die beeindruckende Bergfestung und die große Mauer über dem Tempel.
19. Okt.  17. Tag: Gyantse - Shigatse
Shigatse ist die zweitgrößte Stadt in Tibet. Die große Klosteruniversität Tashi Lunpo ist der Sitz des Panchen Lama, dem Hauptlehrer der Dalai Lamas. Tashi lunpo wurde auf Anweisung des ersten Dalai Lama im 15Jh. gebaut.  Der Bergrücken, an dem Tashi Lunpo sich befindet, ist ein Heiliger Berg der Tara Göttin (Tib. Drölma).  Es ist möglich, eine Khora, eine rituelle Umwandlung der Klosteranlage zu unternehmen. Dann hat man einen guten Blick von oben auf die Tempel und die Altstadt.
20. Okt. 18. Tag: Shigatse - Lhasa Rückfahrt nach Lhasa, über die schnellere Nordroute (ca. 4 Stunden). Abschiedszeremonie in Lhasa.
21. Okt. 19. Tag: Lhasa -  Beijing

22.Okt.  20. Tag: Beijing - Frankfurt

Reisepreise: 3280 Euro
(im Doppelzimmer. Einzelzimmer - Aufpreis 350 Euro - kann nicht überall garantiert werden)  mindestens 8, höchstens 12 Teilnehmer.

Leistungen /Inklusive: Vortreffen im Tibethaus Deutschland e. V. in  Frankfurt (www.tibethaus.com) mit Lichtbildvortrag, persönlicher Beratung und Beantwortung - möglichst - aller Fragen. Wenn möglich, können individuelle Wünsche aufgenommen werden. Internationale und innerchinesische Flüge, Transport vor Ort in Jeeps und Bus, in Tibet gibt es einen lokalen Führer. Übernachtungen in guten Hotels in den Städten, einfache Gästehäuser außerhalb; Vollpension außerhalb der Städte, nur Frühstück in Städten. tibetisch/deutsche Reisebetreuung, Spezialitätenessen in Beijing, detaillierte Informationsmappe, Eintrittsgelder in den Klöstern.

Exklusive: Reiseversicherung. Visa Gebühr für China und Tibet, Airporttax
Visumgebühren, Gebühren für Fotografieren und Filmen in den Klöstern, Tipps.